Steuerkontrollsysteme und Begleitende Kontrolle

"Steuerkontrollsysteme und die Begleitende Kontrolle als Alternative zu Außenprüfungen"

Steuerkontrollsysteme (SKS) sind zentraler Bestandteil der Begleitenden Kontrolle, welche ab 2019 für große Unternehmen eine Alternative zur Außenprüfung bringt. Am 22.10. diskutierten Andreas Lautenschlager (Metro), Roland Macho (BMF), Norbert Schrottmeyer (LeitnerLeitner) und Peter Wohlgemuth (Energie Steiermark AG) in den Räumen der Wirtschaftskammer Wien über die theoretischen Voraussetzungen, die ersten praktischen Umsetzungen und Erfahrungen von SKS und auch welche Vor- und Nachteile eine Begleitende Kontrolle mit sich bringen kann.

Eine Blitzumfrage bei den Veranstaltungsteilnehmern zeigt: SKS und die Begleitende Kontrolle als Alternative zu Außenprüfungen werden bei österreichischen Unternehmen immer mehr zum Thema. So verfügen 15% der befragten Teilnehmer bereits über ein SKS und 60% planen ein SKS einzuführen, ein Drittel gibt dabei an, dies als Vorbereitung zur Begleitenden Kontrolle zu tun. Durch die laufende Abstimmung mit der Finanzbehörde werden jährliche Bescheide grundsätzlich nicht mehr geprüft. Dies führt zu einer erhöhten Rechts- und Planungssicherheit, was für knapp 30% der befragten Teilnehmer ebenfalls einer der Gründe für die Einführung eines SKS ist. 

Während Roland Macho, Fachvorstand der Großbetriebsprüfung, und Norbert Schrottmeyer, Steuerberater und Partner bei LeitnerLeitner, die theoretischen und gesetzlichen Grundlagen der Begleitenden Kontrolle und die Kriterien eines SKS erörterten, gab Andreas Lautenschlager, Leiter der Steuerabteilung von Metro Österreich, konkrete Einblicke in die Überlegungen des Konzerns, das SKS nach erfolgreicher Implementierung in Deutschland auch in Österreich auszurollen.
 

Peter Wohlgemuth, Leiter Konzernsteuern Energie Steiermark AG, stellte als Best Practice Beispiel seine Erfahrungen bei der Teilnahme am Pilotprojekt der Begleitenden Kontrolle und der Einführung eines SKS vor. Gründe für die Teilnahme waren unter anderem die erhöhte Rechtssicherheit, die regelmäßige Kommunikation mit der Finanzbehörde und dadurch verbesserte Entscheidungsqualität. Sein Schlussplädoyer: „Horizontal Monitoring läuft sehr stark auf der persönlichen Ebene ab. Guter Wille ist sowohl von der Großbetriebsprüfung als auch von Unternehmensseite erforderlich.“

Die Vortragenden Andreas Lautenschlager, METRO Cash & Carry Österreich GmbH, Norbert Schrottmeyer, LeitnerLeitner, Peter Wohlgemuth, Energie Steiermark AG und Roland Macho, BMF

ZEIT

Montag, 22. Oktober 2018
9.00 Uhr

ORT

Wirtschaftskammer Wien
Stubenring 8-10
1010 Wien

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